Joachim Witt – Chamäleon des Deutschrock
Nach den psychedelischen Siebzigern und dadaistischen Achtzigern hat der Hamburger Künstler in den späten neunziger Jahren ein neues Kapitel seiner Karriere aufgeschlagen. Zum linken Kosmopolit gereift, positioniert er sich als Großfürst einer emotionalen Apokalypse und erreicht mit der Werkreihe Bayreuth höchstes künstlerisches - und nicht zuletzt kommerzielles - Niveau.
„Auf Ewig – Meisterwerke“ ist, wie der Titel schon andeutet, ein Album mit den Höhepunkten der Bayreuth Reihe (Bayreuth 1 – 3) und den Alben „Eisenherz“ und „Pop“. Die Songs sind gemeinsam mit Uwe Hassbecker von der Kultband Silly neu abgemischt und arrangiert. Zusätzlich gibt es zwei neue Songs “Weh-Oh-Weh” und “Unsere Welt” in typischer Witt-Manier. Nahtlos fügen sich alle Stücke in das bisherige Hörschema ein. Angefangen beim Neuzeit-Mix von “Goldener Reiter” über “Leben im Staub” im G8-Mix bis hin zu “(Tri Tra Trullala) Herbergsvater”. Auf Ewig stellt kein simples “Best Of Album” dar, vielmehr handelt es sich um den krönenden Abschluß einer Ära und um die Veröffentlichung eines sehr persönlichen Soundtracks des außergewöhnlichen und gesellschaftspolitisch sehr engeagierten Menschen Joachim Witt.
Nach mehr als 30 Jahren im Showgeschäft ist Joachim Witts Position als Grandseigneur des Rock unbestritten. Er ist eine Stimme Deutschlands geworden – der man aufmerksam zuhört.