Nachdem 2009 von uns als das Jahr des Blues getauft wurde, da wir das Album “Urban Blues” veröffentlicht haben, folgt nun im neuen Jahr die nächste Stufe: BRIXTONBOOGIE goes live.
Man darf sich in diesem Jahr auf zahlreiche Livetermine freuen und natürlich zudem gespannt sein, was an neuen Songs und Sounds aus dem Studio des Produzenten Krisz Kreuzer zu hören sein wird.
Let us fell the blues!!!
Passend zur Musik gibt es auch ein Produkt, dass die Stimmung und das Lebensgefühl von BRIXTONBOOGIE wiedergibt. Lasst Euch den Tag damit versuessen. brixtonbrew.com .
Zur Historie:
2009: The year of the Blues
Ja, so könnte es kommen: Weltwirtschaftskrise, gedrosselte Produktionen, Firmenzusammenbrüche, anhaltende Kreditklemme und wieder einmal mehr Arbeitslose. Selbst die von Investoren beherrschten Clubs der englischen Premier League bekommen die neue Situation mit voller Wucht zu spüren. Viele stimmen da den Blues an.
Und verstehen etwas ganz grundlegend falsch. Denn der Blues ist nicht nur Klagelied, nicht nur Heulen und Zähneklappern, nicht nur chronisches Nichtweiterwissen. Der Blues ist vor allem eine Haltung.
Blues heißt auch: Die Situation präzise zu analysieren. Kraft zu sammeln, Seelenfrieden zu finden. Sich gegen Demütigungen zu Wehr setzen. Und aufgeschlossen und durchaus fröhlich nach vorn zu schreiten.
So sieht es auch der Hamburger Musik-Produzent Krisz Kreuzer. Seit seiner Jugend liebt er den Blues, spielte auch Harmonika in diversen Bands. Inzwischen ist der 46jährige zwar Co-Besitzer der Musikproduktionsfirma »BASS« die u. a. Commercials produziert und Heinz Strunk zu ihren Kunden zählt, doch die Liebe zum Blues ist geblieben.
Mit jenen Nachlassverwaltern aber, die noch heute auf Stadtteilfesten „Ten Years After” niederknüppeln, hat Kreuzer wenig im Sinn. Um seine Vorstellung eines modernen urbanen Blues zu realisieren, gründete er 2005 BRIXTONBOOGIE. »Ich spielte meinem Studiopartner damals zufällig ein paar alte Blues-Vinyle vor, die alle Plünderungen meiner Plattensammlung überstanden hatten. Das war, als ob plötzlich uralte Freunde aufgetaucht wären.«
In derselben Sekunde entstand die Idee: Man behält die tiefe musikalische Kraft des Blues, paart sie behutsam mit zeitgenössischen Klängen - und transformiert sie so zu etwas Neuem. Zu modernem, jetzigem urbanen Blues. Das klingt einfach - und ist wie alles Einfache verflucht schwer.
Denn das Kollektiv schraubt nicht einfach Beats unter Samples. Sondern besinnt sich auf die Tiefe und Spiritualität einer uralten Tradition.
Ruhig, ohne äußeren Druck entwickelte Kreuzer verschiedene Songs und suchte Mitstreiter, die wie er Genre-Grenzen nicht akzeptierten. Zu ihnen gehören Masha, die ihre Breitband-Stimme auch im Electro-Bereich erklingen lässt, die im Schwarzwald geborene und in Kamerun aufgewachsene Pastoren-Tochter Nataly Dorra oder der 65jährige Soulsänger Wayne Martin aus New Orleans. »Wenn er mehr als einen Take wiederholen sollte, beschimpfte er mich als motherfuckin’ slavedriver«, erzählt Kreuzer »Alter, sagte ich dann, was willst du? Ich bin weiß.«
