Benne

Schluss mit einem Leben inspiriert vom Browserverlauf! Der in Berlin lebende Singer-Songwriter BENNE beschwört auf seinem neuen Album ALLES AUF DEM WEG Gemeinschaft und Gefühl.

Was bleibt heute von der Liebe, wenn echtes Gefühl zu einem Herzchen-Emoji geronnen ist? Was tun gegen die Sehnsucht, jede Sekunde seines Lebens in sozialen Medien zu verwerten? Likes statt Liebe – nicht mit BENNE!

Gegen digitale Hysterie und Daseinsflucht

„Ich glaube, wir können echte Nähe kaum noch aushalten.“ BENNE hält inne und mustert neugierig die Fassade eines Altbauhauses. Passanten streifen ihn. Er blickt wachsam in ihre Gesichter. Sie blicken an ihm vorbei. Ein paar Meter weiter lichtet sich ein Pärchen vor der Patina des Hauses ab. BENNE behält sein Handy in der Hosentasche, auf lautlos gestellt.

Ein altes Haus, eine Ruine, ist auch Schauplatz eines Album-Songs. Doch BENNE hat aus den Trümmern einen Abenteuerspielplatz der Erinnerung erbaut. Unser alter Palast besingt die Beziehung zu einer Frau, einem gemeinsamen Ort, der plattgemacht wird für ein paar schicke Luxuswohnungen.

Die Wucht der Poesie

Der Song ist Sinnbild für sein Aufbegehren. Mit poetischer Wucht geht er in seinen Songs gegen kalte Oberflächen an – und das allgemeine Absterben von Empfindsamkeit. Mit einer ihm eigenen Dringlichkeit und Leisestärke fordert sein Album auf, einen Moment Ruhe zu halten. BENNE forscht behutsam danach, womit das Vakuum der Stille gefüllt werden könnte.

Ein Leben auf Reise

„Ein Leben nach Anleitung, das gibt es nicht“, erklärt er ruhig. „Auch wenn es immer auf und ab geht. Es geht immer nach vorn.“ Seine Gelassenheit hat der Mittzwanziger vor allem auf Reisen entdeckt. Schon früh war BENNE unterwegs. Nach Barcelona und Dublin folgte ein langer Aufenthalt in Südamerika. Dort verbringt BENNE Zeit in einem Waisenhaus, hilft Kindern die eine Vergangenheit von Drogen, Kriminalität und häuslicher Gewalt bewältigen müssen. „Es hat mich erfüllt, mit kleinen Dingen große Freude schenken zu können“, erklärt BENNE.

Zurück in Deutschland nimmt er sein erstes Album auf. Adel Tawil wird auf ihn aufmerksam. „Benne ist definitiv mehr als ein Talent“, attestiert der Sänger und lädt ihn gleich ins Vorprogramm seiner Tour ein. 

Alles auf dem Weg

Und jetzt sein Zweitlingswerk. Es stemmt sich gegen das mediale Geplapper und Getwitter, gegen den Sturm digitaler Stimulanzen und besinnt sich auf die Energie in uns allen. Sie kommt zum Vorschein, wenn wir Nähe, Gemeinschaft und Gefühl wieder mehr zulassen. Wenn wir uns neu in den Moment verknallen – und seine Möglichkeiten. Glück ist ein Tuwort. Kein Wartewort. Also los! Berühren und neu berührt werden.

„Ich möchte ein Gefühl bewohnen“, beschreibt BENNE sein Songwriting. Ihm geht es um das Hier und Jetzt. Um das Abenteuer neuer Direktheit. Alles was wir suchen, haben wir schon in uns gefunden. Alles liegt auf dem Weg. „Ich bin in mir zuhaus“, heißt es in dem Song Ich Atme.

Der Song Freiheit thematisiert die Freude an kleinen Details, Sturm auf meiner Haut besingt wortmächtig die tiefe Erschütterung einer besonderen Beziehung. Das grandios gebremste Berühren trifft mitten ins Herz. „Ich halte meine Hand über die Schwelle, an der sich deine und meine Welt treffen. Und vielleicht kann ich dich berühren.“, heißt es in dem Song. In dem tiefrührenden Stück Staub zeigt sich BENNEs Stimmvermögen in aller Hingabe.

BENNEs neues Album? Das ist das sinnliche Manifest eines Sinnsuchenden. Es wehrt sich gegen digitale Hysterie und Daseinsflucht. Es reißt aus der Komfortzone heraus. Zwölf schlicht instrumentalisierte Stücke gehen nachhaltig unter die Haut.

Auf die alte Frage „Was würdest du tun, wenn du nur noch einen Tag zu leben hättest?“ gibt es eine programmatische Antwort: Küssen, Schmecken, Tasten, etwas gemeinsam Erleben und dabei im Sturz leuchten.

Damit die Zeit still steht.

 

Benne Playlist

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